Wann hast du das letzte mal einen Brief von Hand geschrieben? Also bei mir ist das ewig her. Eine Postkarte zum Geburtstag oder nen kleinen Zettel à la “Dein Essen steht im Kühlschrank” oder “Willkommen zu Hause” kommt schon mal öfter vor, aber ein richtig schöner Brief – einfach mal so. Ohne Anlass.Ohne Ankündigung. Wann nimmt man sich denn heutzutage Zeit für so etwas?
Heute hat man Kontakt über eMail, chat, Handy, facebook, SMS oder auch Whatsapp (wer ein smartphone hat und whatsapp noch nicht nutzt: unbedingt machen!!!).
Ich liebe die modernen Kommunikationswege. Es sind natürlich gute Möglichkeiten, schnell und günstig miteinander zu kommunizieren, aber sind wir mal ehrlich: Die Kommunikation untereinander ist oft auch zu oberflächlich und flüchtig.
So schnell wie die Kommunikation heute ist, genauso schnell sind auch die Informationen verfasst. Oft werden ganze Sätze durch irgendwelche Abkürzungen ersetzt. LOL (ich lach mich kaputt), HDL (ich emfinde Zuneigung zu dir) oder LMAA (deine Meinung interessiert mich nicht) wird nur noch getoppt von UTFSE (vielleicht wäre es besser von der Suchfunktion Gebrauch zu machen oder auch: “Use the fucking Search Engine).
Kaum einer nimmt sich nicht die Zeit für schöne Formulierungen. Selten überlegt man sich was man dem anderen wirklich sagen möchte.
Ist es nicht ein Zeichen von großer Wertschätzung, sich hinzusetzen und einen Brief zu schreiben? Nimm dir doch mal Zeit, den wichtigsten Kommunikationspartnern in deinem Umfeld, einen handschriftlichen Brief zu schreiben.
Meine Aufgabe: Ich werde in den nächten Wochen Briefe an mindestens fünf liebe Menschen schreiben. Ich weiß ganz genau, dass sich jeder über einen Brief mit ein paar netten Zeilen freut. Vor allem, wenn man es nicht erwartet.
Die zweite Aufgabe: Ich werde bei meinen nächten Reisen an den ein oder anderen Freund denken, der sich schon des öfteren beschwert hat, keine Postkarte mit Urlaubsgrüßen von mir bekommen zu haben.
Technologischer Fortschritt und mobile Kommunikation…
…und wie du hier deine Komfortzone verlässt
- Schreibe bei eMails nicht MfG oder BB. Überlege dir stattdessen eine schönere und persönliche Abschiedsformel wie zum Beispiel “sonnige Grüße aus der Landeshauptstadt”
- Wenn du Whatsapp nutzt, mach Gebrauch von Video, Audio und Bildnachrichten. Der Empfänger freut sich bestimmt über ein kleines Ständchen als Geburtstagsgruß
- Mach doch mal eine Skype Telefonkonferenz wozu du ein paar Freunde einlädst
- Hat jemand Geburtstag und du wirst von facebook daran erinnert, schreib der Person doch lieber eine SMS anstatt eine von vielen Massen-Pinnwandeinträgen. Noch persönlicher ist natürlich ein Anruf oder Überraschungsbesuch.
- Schreibe eine eMail, drucke sie aus und schick sie per Post
- Schick mal wieder ein Fax
- Verschicke Postkarten mit deinem eigenen Motiv. Es gibt viele online Angebote wie zum Beispiel Postkarte verschicken oder Postalo.
Habt ihr vielleicht noch ein paar Ideen wie man in der heutigen digitalen Kommunikationswelt der Asozialisierung entgegenwirken kann? Schreibt mir oder hinterlasst ein Kommentar.





